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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

Trainers for Visually Impaired Students Introduce 3D Printing

Name:
Trainers for visually impaired students introduce 3D printing / T4VIS-In3D
Zeitraum:
01. November 2020 bis 01. Mai 2023
Inhalt:
Verbesserung der digitalen Bildung sehbehinderter Schüler/Auszubildenden und ihrer digitalen Kompetenz durch die Einführung der 3D-Druck-Technologie.
Förderung:
ERASMUS+ KA02 Strategische Partnerschaft

Logo des Projektes T4VIS-In3D

Hintergrund

Aufgrund der Sehbehinderung und den wachsenden Anforderungen an die erforderlichen elektronische Hilfsmittel sind blinde und sehbehinderte Menschen in der Regel benachteiligt, wenn es die rasche Einführung moderner IT Bildungsinhalte betrifft. Die digitale Kompetenz wird jedoch auch in Zukunft ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt sein.


Ein weiterer Aspekt ist, dass taktile Lehr- und Lernmaterialien nach wie vor wesentliche Instrumente in der Ausbildung blinder und sehbehinderter Schüler und Lehrgangsteilnehmer sind.

Bisher war die Herstellung von taktilen Materialien teuer und zeitaufwendig. Die einfachere Lösung, mit Schwellpapier zu arbeiten, bietet jedoch starke Einschränkungen bei der dreidimensionalen Darstellung und der ausreichenden Wiedergabe von Details. Die Entwicklung immer preiswerterer und leistungsfähigerer 3D-Drucker bietet neue Möglichkeiten für die individuelle Herstellung von vielseitigen und kostengünstigen Lehrmaterialien.

Der 3D-Druckt ist  eine immer wichtiger werdende Technologie, mit der sich insbesonders Bildungsorganisationen rechtzeitig befassen müssen, um das Wissen an ihre Schüler und Kursteilnehmer weitergeben zu können. Hierzu müssen Lehrer und Ausbilder jedoch in der Lage sein, die betreffende Technologie und ihr Potenzial erkennen und bedienen zu können. Es ist jedoch notwendig, dass sich dieses Thema nicht, wie sonst üblich, auf die Lehrer und Ausbilder der MINT-Fächer beschränkt.

 

Projektziel

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Initiative zur Verbesserung der digitalen Bildung sehbehinderter Schüler und Kursteilnehmer und ihrer digitalen Kompetenz durch die Einführung der 3D-Technologie. Diese beiden Ziele sollen durch eine zweistufige Strategie erreicht werden.


1. Im ersten Schritt werden Lehrer und Ausbilder für sehbehinderte Personen selbst in die Nutzung von 3D-Druckern eingeführt. Dieser Schritt soll die Ausbilder in die Lage versetzen, taktile Lehrmaterialien und Werkzeuge für ihre Teilnehmer zu erstellen und durch den regelmäßigen Einsatz dieser Technologie praktische Erfahrungen zu sammeln.


2. Der nächste Schritt soll die Ausbilder in die Lage versetzen, ihre erworbene Erfahrung zu nutzen, um ihre Schüler und Kursteilnehmer im 3D-Drucken entsprechend den methodischen Anforderungen Sehbehinderter Menschen  anzuleiten.


Als zusätzliches Ergebnis werden die Produkte, die während des Projekts entwickelt wurden, auf einem bereits bestehenden Portal für den 3D-Druck (Thingiverse) und auf einem neuen und offenen Portal für Produkte für Sehbehinderte veröffentlicht, das von dem österreichischen Partner entwickelt und kontinuierlich betrieben wird.

 

Projektinhalt

Während des Projekts werden ein Lehrplan für die Ausbilder und ein Lehrplan für die Schüler und Kursteilnehmer entwickelt. Die Entwicklung der entsprechenden Lehrmaterialien in den Sprachen der Partnerländer gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Die Ausbildung der Ausbilder im 3D-Druck wird im Rahmen von zwei einwöchigen Schulungsveranstaltungen im BFW Düren erfolgen.

Die hier entwickelten Produkte können von anderen Bildungseinrichtungen und Lehrkräften für Menschen mit Sinnesbehinderungen genutzt werden.

 

Projektpartner


Kontakt: Jürgen Hüllen

Kofinanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union