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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

Modellprojekt Fachkraft für Additive Fertigungsverfahren


Zielgruppe:
Schwerbehinderte und/oder sehbehinderte Personen mit technischer Berufsausbildung
Dauer der Ausbildung:
12 Monate
Abschluss:
Hauszertifikat
Lehrgangsbeginn:
01. Juni 2019, 01. Oktober 2019, 01. Januar 2020

Seit Jahren wächst der Markt für Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Additiven Fertigung (auch 3D-Druck genannt) kontinuierlich. Bereits heute werden Additive Fertigungsverfahren (AF) in Branchen angewendet, die traditionell nicht in der industriellen Fertigung verankert sind. So finden sich heute AF z.B.: in der Medizin-, Orthopädie- und Dentaltechnik. Große Logistikunternehmen setzen 3D-Drucker zur raschen Herstellung von Ersatzteilen ein um den Lieferprozess und die Lagerhaltung zu minimieren.

Während in industriellen Großunternehmen des Automobil-, Flugzeug- und Maschinenbaus die AF bereits fester Bestandteil der Produktionsprozesse ist und entsprechendes Fachpersonal zur Verfügung steht, wird es in Klein- und Mittelständischen Unternehmen einen steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften geben.

Fachkräfte für Additive Fertigungsverfahren sind in der Lage die Maschinen zu bedienen, Konstruktionsdateien für die Produktion vorzubereiten und zu korrigieren und Bauteile herzustellen und nachzubearbeiten.

Diese Integrationsmaßnahme richtet sich an Personen mit technischer Berufsausbildung, z.B.:

- CNC-Dreher/In
- CNC-Fräser/In
- CNC-Fachkraft
- Schlosser/In
- Dreher/In
- Zerspanungsmechaniker/In
- Industriemechaniker/In
- Techn. Zeichner/In
- Techn. Produktdesigner/In
- Techn. Modellbauer/In


Ausbildungsinhalte sind:
- Anwendungsbereiche Additiver Fertigungsverfahren
- Angewandte Fertigungstechnik in der Additiven Fertigung. Hier bes. SLS, SLM, SLA und FDM
- Konstruktionsgrundlagen in der AF, technische Mechanik
- Werkstoffe und Werkstoffkunde
- Arbeitssicherheit in der AF
- Rechtliche Grundlagen in der AF. Hier bes. Urheberrechte und Schutz des geistigen Eigentums beim Austausch von 3D-Druckdateien
- Prozessmanagement in der Planung und Durchführung in den verschiedenen Fertigungsverfahren
- Kostenplanung
- Konstruktion mit "Autodesk Fusion 360"
- Herstellung und Korrektur von 3D-Druckdateien
- Nachbearbeitung von Bauteilen
- Erstellen von Bauteilen mit 3D-Scannern, Grundlagen des Virtual Modelling und Rapid Manufacturing

Diese Qualifizierung findet im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme "Integration sehgeschädigter Menschen in den Beruf" statt und wird in Kooperation mit der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Medieninformatik und der Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland durchgeführt.

Ansprechpartner:

Jürgen Hüllen
Leiter Forschung und Entwicklung/Kursleitung
Telefon: 02421 598-238
Fax: 02421 598-216
E-Mail: juergen.huellen@bfw-dueren.de


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Elektroniker, E-Commerce oder 3D-Druck: Das verdienen Sie mit den Trendberufen von 2019

[Link zum Artikel auf Focus Money ONLINE vom 07.01.2019]