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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

ICFProVip

Name:
ICFProVip
Zeitraum:
August 2009 bis September 2010
Inhalt:
Entwicklung eines Weiterbildungskurses für Fachkräfte in Bildungseinrichtungen bezüglich des ICF
Förderung:
Europäische Kommission LEONARDO DA VINCI Partnerschaft

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Hintergrund des Projekts


ICF ist die Abkürzung für "Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit", die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
im Jahr 2001 veröffentlicht wurde.

Die ICF ergänzt die „Internationale Classification of Diseases” (ICD) der WHO, die Krankheiten kategorisiert, Informationen über die Diagnose und den Gesund-heitszustand enthält, aber nicht den funktionellen Status berücksichtigt.

Die ICF ist ein sehr komplexes und ganzheitliches System, dem ein bio-psycho-soziales Modell zu Grunde liegt. Der ICF bewertet nicht nur existierende Defizite, sondern alle förderlichen und hemmenden Komponenten. Funktionsfähigkeit und Behinderung wird als ein vielschichtiges Zusammenspiel zwischen dem Gesundheitszustand des Einzelnen und den Faktoren der Umwelt sowie auch persönliche Faktoren betrachtet.

ICF ist mit Blick auf die Ressourcen und Möglichkeiten des Einzelnen entwickelt worden. Dieser Grundgedanke wird den Erfolg des Einzelnen bei der Rehabilitation unterstützen sowie bei der Zusammenarbeit zwischen den Einzelnen, den Fachleuten und künftigen Arbeitgebern hilfreich sein.

Sehbehinderte Personen in der Rehabilitation erleben oft lange Wartezeiten und Schwierigkeiten bei der Kommunikation zwischen den verschiedenen Berufsgruppen und Institutionen, wenn es um die Beurteilung ihrer Möglichkeiten und individuellen Bedürfnisse geht. Dies ergänzt die Schwierigkeiten, die den meisten Menschen mit Sehschädigung im Rahmen einer erfolgreichen Teilhabe widerfährt. In den meisten Fällen steht das, was die Person nicht kann im Vordergrund anstatt das, wozu sie in der Lage ist.

Außerdem stellen die Krankheiten für die optischen Geräte eine hohe Anforderung dar und Sehbehinderung im Allgemeinen ist in der Regel vielfältig; somit sind ihre Auswirkungen auf die persönlichen Fähigkeiten höchst individuell. Eine geeignete und gültige Bewertung jener Fähigkeiten - je nach den Anforderungen der ICF - sind daher kompliziert und passende Schlüssel schwer zu finden, weshalb die Zusammenarbeit zwischen Berufen, Institutionen und Grenzen notwendig ist, um Fortschritte zu erzielen.

Effiziente Kommunikation zwischen den verschiedenen Berufen und Institutionen wird umso wichtiger, da viele VIPs neben ihrer Sehbehinderung physischen, sozialen und psychologischen Schwierigkeiten gegenübertreten müssen. ICF als ganzheitliches Klassifikationssystem ist bestrebt, alle Einflüsse, die eine Krank-heit auf den physiologischen und psychosozialen Zustand einer Person haben könnte, abzudecken.

Angemessene und geeignete Strategien und Methoden zur Durchführung einer entsprechenden Bewertung sind unerlässlich, um jedem einzelnen Betroffenen zu helfen, selbstbestimmt sein volles Potenzial in die Gesellschaft einzubringen und in der Lage ist.


Projektziele

Projekt Webseite

http://icfprovip.enviter.eu/


Logo der Europäischen Kommission

Dieses Projekt wird durch das LEONARDO DA VINCI Partnerschaft Programm der Europäischen Kommission kofinanziert.


Projektkoordination

Logo von IBOS

Instituttet for Blinde og Svagsynede

Hellerup, Dänemark
www.ibos.dk

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