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Premiere gelungen - IHK Zertifikat erteilt

Adam Topolewski mit den Mitgliedern der Zertifizierungs-Kommission vor der großen Maschine der IWF GmbH für Pulverbettbasiertes Laserschmelzen

Erster Teilnehmer erhält das Zertifikat „Fachkraft für Additive Fertigungsverfahren“ durch die IHK Aachen

(Das Foto zeigt Adam Topolewski mit den Mitgliedern der Zertifizierungs-Kommission vor der großen Maschine der IWF GmbH für Pulverbettbasiertes Laserschmelzen. V.l.n.r. Adam Topolewski, Dr. Julia Kessler IWF GmbH, Rosa Morgenstern BFW Düren, Frank Finke IHK Aachen)

 

Im Januar 2020 startete Adam Topolewski als erster Teilnehmer die Integrationsmaßnahme zur Qualifizierung als „Fachkraft für Additive Fertigungsverfahren“. Der gelernte CNC-Zerspanungsmechaniker ist Teilnehmer eines - vom Landschaftsverband Rheinland geförderten - Modellprojekts, das die Qualifizierung neuer Technologien im Rahmen einer Integrationsmaßnahme vermittelt.

Additive Fertigungsverfahren, umgangssprachlich auch 3D Druck genannt, gewinnen zunehmend Bedeutung in der Produktion von Prototypen und Kleinserien. In der 598 Lehreinheiten umfassenden Qualifizierung erlernte Adam Topolewski verschiedene Herstellungsverfahren, die Bedienung und Wartung der unterschiedlichen Maschinen sowie den Umgang mit einer Konstruktionssoftware. Weitere Themen waren unter anderem: rechtliche Aspekte, Materialkunde, Arbeitssicherheit und der Umgang mit 3D Scannern.

Der komplexe Lehrplan soll den Teilnehmern umfassende Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Additiven Fertigung vermitteln. In einem anschließenden Praktikum wird dies durch praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt ergänzt werden.

Die Zertifizierung durch die IHK erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Hierbei muss jeder Teilnehmer ein Bauteil mit beweglichen Elementen herstellen. In der ersten Bewertungsstufe müssen eine Kostenkalkulation sowie eine Technische Skizze des Bauteils erstellt werden. In der zweiten Bewertung wird das additiv gefertigte Bauteil der Zertifizierungs-Kommission vorgestellt.

 

„Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich das alles lernen kann. Die vielen Fachbegriffe und die unterschiedlichen 3D Drucker verunsicherten mich schon sehr.“, so Adam Topolewski zu seinen Eindrücken in den ersten Wochen.

Dass diese Sorgen tatsächlich unbegründet waren, bewies er durch sein gutes Ergebnis, dass er in der Zertifizierung erhielt. Dort stellte er sein sehr detailliertes Bauteil den Teilnehmern der Zertifizierungs-Kommission vor. Er entschied sich, -wie könnte es anders auch sein - einen 3D Drucker zu konstruieren.

Am 27. Mai starteten drei weitere Teilnehmer diese Integrationsmaßnahme und werden im November ihre Ergebnisse zum Erhalt des IHK Zertifikates vorstellen.

 

Informationen zur Maßnahme finden sie [hier].

 

Das Foto zeigt Adam Topolewski während seiner Präsentation