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Interview: Lernen während des Corona Lockdowns

Herr Topolewski steht in einem gefliesten Raum zwischen 2 3D-Druckern. Er hat kurzes dunkles Haar und einen Bart und trägt Jeans, Sneaker und T-Shirt

Die Online-Betreuung aus Teilnehmersicht. Unser Mitarbeiter Jürgen Hüllen (JH) sprach mit Adam Topolewski (AT)

 

JH: Herr Topolewski Sie haben jetzt sechs Wochen Online Schulung erlebt. Wie empfinden Sie diese Situation so im Rückblick?

AT: Im Nachhinein bin ich froh, dass ich wieder ganz normal am Unterricht teilnehmen kann. Es fiel mir am Anfang eigentlich schon ziemlich schwer. Vor allem aufgrund der Motivation und auch wegen der Einrichtung des Laptops. Ich hatte ja auch noch nicht alle Programme installiert. So hatte ich auch keine Gelegenheit, mich da erst mal vorzubereiten.

Aber grundsätzlich ist es natürlich gut, da man nicht zurückfällt. Auch wenn man nicht so schnell voran kommt wie hier im BFW, ermöglicht es irgendwie dran zu bleiben.

 

JH: Wie war der Ablauf denn so geregelt und wie wurde die Ausbildung online durchgeführt?

AT: Es war so abgemacht, dass wir uns über Skype täglich um 9:00 Uhr und um 13:00 Uhr persönlich treffen, den Tag absprechen und klären, welche Aufgaben erledigt werden sollen. Zudem hatte ich einen Stundenplan in der Cloud. Da konnte ich meine ganzen Daten hochladen. Dann konnte ich mit der Konstruktionssoftware an meiner Praxisaufgabe arbeiten und konstruieren. Das Ergebnis konnte in der Cloud durch die Ausbilder betrachtet werden.

 

JH: Was konnte denn online in dieser Zeit problemlos gemacht werden und was ging nicht so einfach online?

AT: Alles was die Praxisaufgabe betraf, konnte online gut gemacht werden. Also das Konstruieren am Computer, das ging eigentlich schon. Auch wenn ich Fragen hatte, dann wurde sich in Skype getroffen, dann hat man diese Fragen geklärt. Auch den 3D-Druck konnte man über eine spezielle Printcloud vorbereiten und durchführen. Das fand ich eigentlich ganz gut. Das Arbeiten an den Maschinen und die praktischen Arbeiten am Modell ging natürlich online nicht.

 

JH: War das technisch für sie relativ leicht zu bewältigen oder war das schon etwas komplizierter?

AT: Für mich war's doch ein bisschen kompliziert, ich hab ja auch nicht so die PC Erfahrung. Wie gesagt, hatte ich auch nicht die Gelegenheit mich irgendwie heranzutasten. Es war ja nicht geplant, dass sowas von jetzt auf gleich kommt. Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Schwierigkeiten, aber ich hatte ja einen Ansprechpartner und eigentlich jedes Problem das ich hatte, wurde auch gelöst.

 

JH:  Wie empfanden Sie an sich rein persönlich diese Zeit der sozialen Distanzierung?

AT: Also ehrlich gesagt fand ich das nicht nicht so anstrengend. Ich fand das nicht schön, aber ich hatte ja meine sozialen Kontakte während der Ausbildung im BFW sowieso eingeschränkt aufgrund der Distanz zum Wohnort. Somit hatte ich Kontakt zu Freunden und zur Familie nur am Wochenende. Aber für mich war das jetzt kein Problem.

 

JH: Herr Topolewski, ich bedanke mich für das Gespräch und es ist schön, Sie wieder hier im BFW ausbilden zu können.