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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

11 Fragen an... Herrn Bergs

Porträtaufnahme von Herrn Bergs. Er lächelt leicht und hat schwarzes, kurzes Haar.Er trägt eine schwarze, unten randlose Brille und ein schwarzes Hemd

Herr René Bergs ist seit Januar 2019 im BFW Düren als Psychologe beschäftigt und unterstützt die Teilnehmer bei der Entwicklung neuer beruflicher Perspektiven.

 

Wie beginnt ein guter Tag für Sie? 

Ich beginne den Morgen am liebsten mit einer schönen heißen Tasse Kaffee und viel Ruhe. Manche Menschen sind ja bereits in voller Rotation, sobald sie die Augen öffnen. Sowas ist bewundernswert, aber nichts für mich. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, anderen Menschen Ruhe und Zuversicht zu vermitteln. Daher denke ich, dass ich den Morgen als meine persönliche Tankstelle sehe.

 

Gibt es Menschen, die Sie geprägt haben?

Schwer zu sagen. Vielmehr glaube ich, dass jeder Mensch, mit dem man regelmäßiger in Kontakt steht, seine Spuren hinterlässt. Sowas wie Idole gab es jedoch nicht in meinem Leben.

 

Was lesen Sie gerade?

Da ich durch die Tätigkeit im BFW bereits sehr viele Informationen lesen und verarbeiten muss, habe ich mich in meiner Freizeit auf Hörbücher verlagert. Ich bin ein großer Fan von Sci-Fi- und Fantasyromanen. Mir gefällt es, die Welt mit anderen Augen zu betrachten und in die Fantasie der Autoren einzutauchen. Es ist großartig, wie detailverliebt manche Geschichten konzipiert sind, sodass man wirklich das Gefühl bekommt die Protagonisten in ihrem „Leben“ zu begleiten.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit im BFW Düren? Haben Sie hier Erfahrungen gemacht, die für Sie neu waren?

Nun, ich habe ursprünglich Psychologie studiert, weil ich aktiv Menschen helfen wollte. Hier kann ich genau das tun und werde in meinem beruflichen Alltag konsequent durch gleichgesinnte Mitarbeiter des BFW unterstützt. Es gefällt mir, dass Ideen nicht auf taube Ohren stoßen, es keine starren Hierarchien gibt und das familiäre Gefühl, welches einem hier vermittelt wird. Für mich war es definitiv neu, dass man für die geleistete Arbeit wertgeschätzt wird und der persönliche Einsatz bemerkt wird. Ich kann wirklich behaupten, dass ich mich hier sehr wohl fühle.

 

Was mögen Sie besonders an sich und gibt es etwas, was Sie gar nicht an sich mögen?

Das ist wieder so eine Frage, die einen aus seiner Komfortzone lockt, aber gut. Ich bin tatsächlich mehr so ein Typ, der mit sich im Reinen ist und sich mit guten, wie schlechten Eigenschaften gleichermaßen identifiziert. Um jedoch auf die Frage halbwegs angemessen zu antworten: Ich finde es gut, dass ich engagiert bin und mich für andere Menschen einsetzen kann. Manchmal muss ich noch lernen, dass man auch mal ein Auge zudrücken muss und nicht alles übergenau betrachten sollte.

 

Gibt es Rituale in Ihrem Leben? Wenn ja, welche?

Ich habe ja bereits von meiner morgendlichen Ruhe-Oase berichtet. Ansonsten koche ich unwahrscheinlich gerne. Dabei kann ich entspannen und mich bei Bedarf auch kreativ betätigen.

 

Haben Sie ein Lebensmotto?

Haha, eher weniger. Müsste ich mich jedoch auf etwas festlegen, dann wäre es sowas wie: „Hakuna Matata“ oder „Bleib geschmeidig“.

 

Was bringt Sie zum Lachen?

Oh, da gibt es eine ganze Menge. Grundsätzlich mag ich Humor, der aus der Situation heraus entsteht. Das darf gerne auch sarkastisch sein. Ebenso mag ich Humor, der sich erst auf den zweiten Blick erschließt und einen zugleich zum Nachdenken anregt.

 

Welche Superkräfte hätten Sie gerne?

Wussten Sie, dass dies durchaus eine Frage aus einem psychiatrischen Screening sein könnte? Also bevor man mich nach diesem Interview an die Kollegen aus der LVR übergibt, wäre meine Antwort: Ich würde am liebsten meine Umwelt auf molekularer Ebene verändern und verstehen können. Dann könnte ich nicht bloß die gesamte Palette der Marvel-Helden-Fähigkeiten abdecken, sondern zugleich auch Krebs heilen und hätte immer Kaffee im Haus.

 

Was möchten Sie unbedingt noch in Ihrem Leben tun?

Über sowas denke ich eigentlich nicht nach. Ich versuche aus jedem Tag das Beste zu machen und im Kreise der Menschen zu leben, die mir sehr wichtig sind. Alles andere ergibt sich spontan.

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich selbst wünschen und was im Hinblick auf Ihre Arbeit im BFW?

Für mich selbst wünsche ich mir Zufriedenheit und Gesundheit für meine Mitmenschen. Für meine Arbeit im BFW wünsche ich mir motivierte Teilnehmer, eine stabile Fortführung des BFW als Ganzes und mehr Spielraum von Seiten der Kostenträger, um unseren Teilnehmern mehr zu ermöglichen.