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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

Der Mann muss an die frische Luft

Herr Kersting arbeitet mit einem Freischneider auf einem Wiesengrundstück. Er trägt Schnittschutzhose, Schutzbrille, Helm und Gehörschutz

Für Thomas Kersting war es ein herber Schlag, dass er seinen alten Beruf als Tischler aufgrund seiner Sehbeeinträchtigung nicht mehr ausüben konnte. Aber er ließ sich nicht unterkriegen und nahm an einer Integrationsmaßnahme im Berufsförderungswerk Düren teil.

Für ihn war schnell klar, dass eine Arbeit am Schreibtisch für ihn nicht das Richtige ist - er wollte weiter im Handwerk arbeiten.

 

Aber welche Möglichkeiten kommen in Frage? Zunächst testete er in einem Praktikum in der Hausmeisterei des BFW Düren verschiedene anfallende Tätigkeiten. Dabei wurde ihm klar, dass er gerne draußen arbeitet. Ein zweites Praktikum an seinem Wohnort in Rheine bei der Firma Fendesack brachte ihn dann ans Ziel. Der 48-Jährige konnte mit seinen Fähigkeiten überzeugen und arbeitet seit August 2018 für das Unternehmen, das deutschlandweit in den Bereichen Geothermie, Bergbau und Brunnenbau sowie im Bereich von Forst- und Kulturbau tätig ist. „Es war die absolut richtige Entscheidung, Herrn Kersting einzustellen“, so Michael Krämer von der Firma Fendesack.

 

Mit seinem neuen Aufgabengebiet ist der Handwerker sehr zufrieden: „Ich arbeite in einer festen Kolonne und fahre mit zu den wechselnden Arbeitseinsätzen. Häufig kümmern wir uns um die Pflege von Wasserrückhaltebecken. Da können keine Maschinen eingesetzt werden und ich arbeite dort mit einem Freischneidegerät. Ich sorge außerdem dafür, dass der Betriebshof aufgeräumt ist und alles an seinem Platz ist.“ Eine Sonderbehandlung erwartet Thomas Kersting nicht - im Gegenteil. Er schätzt es sehr, dass man ihn als vollwertigen Mitarbeiter akzeptiert und er im Team integriert ist.

 

Eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Der Arbeitgeber ist sehr zufrieden und Thomas Kersting ist beruflich angekommen und überglücklich – auch darüber, an der frischen Luft arbeiten zu können!

 

 

Weitere Informationen zur Integrationsmaßnahme finden Sie hier.