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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

Das Glück vor der Haustür gefunden

Ein Mann interviewt eine Frau auf dem Podium der SightCity

Bettina Bertram ist glücklich. Das war vor 7 Jahren überhaupt nicht der Fall. Damals wurde ihr klar, dass sie ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Ihr Sehvermögen war zu schlecht, um weiter als Hotelfachfrau in Bielefeld arbeiten zu können. Sie musste Blindentechniken erlernen und einen für sich neuen passenden Beruf finden.

 

Im BFW Düren nahm die Westfälin erfolgreich an der Blindentechnischen Grundrehabilitation teil. Doch die Umschulungsmöglichkeiten, die in Düren angeboten wurden, passten nicht zu ihr. Außerdem wollte sie möglichst in Bielefeld einen neuen Beruf erlernen. Dort wohnt ihre Familie und dort sind auch ihre Freunde zu Hause.

 

Ihr Wunsch konnte erfüllt werden: Bettina Bertram war die erste Teilnehmerin, die vom BFW Düren wohnortnah begleitet werden konnte. Damals war die Deutsche Rentenversicherung Westfalen Vorreiterin. Heute ermöglichen dies in besonderene Situationen alle Kostenträger.

 

Auf der diesjährigen Sight City berichtete die 52-jährige von der Umschulung, von der Prüfung und von ihrer jetzigen Tätigkeit. Sie entschloss sich damals zu einer Umschulung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie. Während der Umschulung wurde sie von verschiedenen Mitarbeitern des BFW Düren begleitet. Ingrid Korioth, ihre Reha- und Integrationsmanagerin, war auch gleichzeitig ihre Psychologin. Sie half ihr in schwierigen Phasen, wenn der Glaube an die eigenen Stärken zu bröckeln drohte. Ihr technischer Berater Dirk Wegener sorgte u. a. dafür, dass sie dem Unterricht mit ihren modernen Hilfsmitteln folgen konnte und dass ihr auch bei der Abschlussprüfung die Technik keinen Streich spielte. Ihre Rehalehrerin für Orientierung und Mobilität, Meike Berger, half ihr, die Wege in der Schule und in den Prüfungsräumen kennenzulernen. So fühlte Bettina Bertram sich rundum gut begleitet und konnte die Umschulung erfolgreich abschließen.

 

Mittlerweile arbeitet die Heilpraktikerin schon 5 Jahre selbständig in ihrem neuen Beruf. Sie ist froh, dass sie sich für diesen Beruf entschieden hat. Er passt zu ihr, gibt ihr Bestätigung und sie kann sich darin gut weiterentwickeln. Sie überlegt zurzeit, ob sie evtl. noch Psychologie studieren oder Kurse für Menschen mit Sehschädigung durchführen möchte.

 

Bettina Bertram ist glücklich. Sie hat ihr Glück mit Hilfe ihres Kostenträgers und des BFW Düren direkt vor ihrer Haustür in Bielefeld gefunden: Sie kann wieder in einem Beruf arbeiten, der ihr Freude macht und zu ihr passt.  

 

Wenn auch Sie Interesse an einer wohnortnahen Maßnahme haben, finden Sie unter Qualifizierung sehgeschädigter Menschen im Betrieb weitere wichtige Informationen.