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Zentrum für berufliche Bildung blinder und sehbehinderter Menschen

Das Lebenswerk des langjährigen Geschäftsführers Dr. Hans-Joachim Zeißig

Portraitfoto von Herrn Dr. Zeißig

Beruf hat sehr oft etwas mit Berufung zu tun. Im Falle von Herrn Dr. Zeißig trifft dies in besonderem Maße zu.

Hans Zeißig wurde in Hamburg geboren und hat nach seiner Schulzeit in Emden in Göttingen und Aachen Volkswirtschaftslehre und Psychologie studiert. Sein Diplom in Psychologie hat er dann in Münster gemacht und dort auch zunächst als wissenschaftlicher Assistent an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gearbeitet. Seine Promotion zum Themenfeld „Assessment“ hat er 1990 in Bielefeld abgeschlossen. Mit diesem Thema war Herr Dr. Zeißig sicherlich damals schon vielen seiner Zeit voraus.

Nach der ersten Anstellung als wissenschaftlicher Assistent in Münster startete er als Abteilungsleiter für Assessmentmaßnahmen im Berufsförderungswerk Hamm.

Das Fundament für eine Berufung wird bereits früh in der Schule, in der Berufsausbildung oder während des Studiums „gegossen“. So auch bei Herrn Dr. Zeißig; schon während des Studiums beschäftigte er sich sehr stark mit dem Thema Wahrnehmung und dies war eine der Prägungen, die dazu geführt haben, sich mit Menschen mit Seheinschränkungen zu engagieren.

1995 begann er als Geschäftsführer seine Tätigkeit im Berufsförderungswerk Düren und leitete bis vor wenigen Wochen mit viel Engagement die Geschicke dieses Hauses.

Seit 2007 ist er zudem Geschäftsführer des Rheinischen Blindenfürsorgevereins in Düren.

1996 bis 1999 war er kommissarischer Inhaber des Lehrstuhls für Berufliche Rehabilitation der RWTH Aachen.

Er ist Mitbegründer des ENVITER Netzwerkes, in dem mittlerweile 28 Einrichtungen aus 18 Ländern zum Thema Sehbehinderung vereint sind und sich austauschen. Wichtig ist und war ihm immer, dass relevante Themen auch europaweit zu transportieren sind, blinde und sehgeschädigte Menschen mit Ärzten, Wissenschaft und Lehre
zusammengebracht werden müssen und dass deshalb Netzwerke gestärkt werden müssen.

Ehrenamtlich ist er auch tätig: da ist er im Vorstand des AMD Netzwerks, bei ACTO und im Blinden- und Sehbehindertenverband, im Bundesverband der Berufsförderungswerke und zahlreichen anderen Netzwerken.

„Netzwerke, Projekte und Dr. Hans Zeißig“ – ein schöner, ein erfolgreicher „Dreiklang“:

Ganz zweifellos ist Herr Dr. Zeißig ein exzellenter Netzwerker und mit seinen Ideen für Projekte, für die Lebens- und Arbeitssituationen von Menschen mit Behinderungen seit Jahren richtungsweisend. In der Szene dafür geliebt, bei Projektträgern und wohl auch bei seinen MitarbeiterInnen
„gefürchtet“ prägt er die Landschaft seit Jahren, in dem er Neues anstößt und Erfolge erzielt, die sich Viele noch nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten.

Beispiele findet man auf dieser Webseite enorm viele, doch was letztlich zählt, das sind die Menschen. „Was den Rehabilitanden und den Mitarbeitenden gut tut, tut auch dem Berufsförderungswerk gut.“ Mit dieser Prämisse hat Herr Dr. Zeißig das Haus geleitet und die MitarbeiterInnen geführt.

Von den MitarbeiterInnen wurde er – wenn man es mit der Politik vergleichen mag - oft als Außenminister wahrgenommen. Herr Dr. Zeißig hat ein hervorragendes nationales und internationales Netzwerk aufgebaut und gepflegt. Was vor allem in schwierigeren Zeiten überlebensnotwendig ist – insbesondere im Zusammenspiel mit den verschiedenen Leistungsträgern. Dadurch werden Arbeitsplätze im Haus und indirekt die
Zukunft der betroffenen Menschen gesichert.

Als Chef hat Herr Dr. Zeißig das Haus geprägt. Er hat den MitarbeiterInnen im Berufsförderungswerk stets Vertrauen entgegengebracht. Er hat sie gestalten und eigenverantwortlich arbeiten lassen und durch diesen Freiraum zielorientierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit aktiv befeuert. Alles in allem hat er sein Lebenswerk prima gemeistert. Er hat sich den Respekt und die Anerkennung seiner Mitstreiter und Rivalen immer hart erarbeitet und kann zu Recht voller Stolz zurückblicken.

22 Jahre sind vergangen, hinterlassen Spuren, Erinnerungen und vor allem Emotionen, die auch Dr. Hans-Joachim Zeißig nicht kalt lassen.

DANKESCHÖN FÜR ALLES!

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